Fragen zur Blutegeltherapie

An dieser Stelle biete ich Ihnen ein öffentliches Forum an, über das Sie mir Fragen zur Blutegeltherapie stellen können.
Hier können Sie eine neue Frage an mich stellen.

Gerne werde ich Ihnen diese Fragen beantworten.

Heike Berner-Walz

Frage von Herr Jäger |

Guten Morgen,
Ich würde schon 2 mal an der rechten Leiste operiert! Und es ist jetzt das 3 mal zu einem Leistenbruch gekommen! Jetzt meine Frage: Kann nach einer 3. Operation mit einer Blutegeltherapie irgendwas verbessert werden,sodass es nicht ein 4. oder 5. mal kaputt geht? Danke im voraus!

Antwort von Heike Berner-Walz

Lieber Herr Jäger,

vielen Dank für Ihre Frage.

Erfahrungen mit der Behandlung von (immer wiederkehrenden) Leisten-Hernien (=Leistenbrüche) konnte ich bisher noch nicht sammeln und habe bislang bezügl. Erfolgsaussichten auch weder etwas gehört noch gelesen. Es wäre dennoch ein Versuch wert, zu schauen, ob sich die Egeltherapie günstig auf die (meist zugrundeliegende) Bindegewebsschwäche auswirken kann. Das wäre Neuland/Pionierarbeit!

Freundliche Grüße

 

Heike Berner-Walz

 

 

Frage von Eugeniusz Kowalski |

Darf man eine Blutegeltherapie machen bei einer Autoimmunpankreatitis?

Antwort von Heike Berner-Walz

Lieber Herr Kowalski,

vielen Dank für Ihre  Frage. Sie ist allerdings nicht leicht zu beantworten. Denn oftmals kann man für diese Erkrankung keine wirklich gesicherte Diagnose erhalten. Liegt bei der Autoimmunpankreatitis (AIP) noch zusätzlich eine chronisch entzündliche Darmkrankheit vor, so wäre hier eine Blutegelbehandlung absolut kontraindiziert, da man dadurch innere unkontrollierbare Blutungen auslösen könnte. "Manchmal kann sich die Erkrankung aber auch als „Pankreastumor“ mit Kalzifikation präsentieren. Morphologisch ist eine Unterscheidung vom Karzinom dann oftmals nicht möglich. Hier muss im Zweifel operiert werden"(Quelle: Privatdozent Dr. Alexander Schneider von der Medizinischen Klinik II des Klinikums Aschaffenburg).Ein bestehendes Krebsgeschehen, oder auch nur der Verdacht darauf,  ist ebenfalls eine absolute Gegenanzeige für eine Blutegelbehandlung. Ist eine Malignität ausgeschlossen, so wird die AIP meines Wissens nach u.a. mit hohen Dosen Cortison behandelt. Leider ist auch das ein Ausschlusskriterium für eine Egelbehandlung. Naturheilkundlich kann man bei dieser Erkrankung sicherlich begleitend/unterstützend positiv ins Geschehen einwirken. Ich würde in diesem Fall aber von einer invasiven Behandlung, wie sie es mit den Blutegeln ist, abraten.

Ihnen alles Gute und freundliche Grüße

Heike Berner-Walz

Frage von Gabi |

Hallo Frau Berner-Walz,
ich bekomme das Medkament Humira, das zur Gruppe der Biologika zählt. Darf ich fuer meine Kniearthrose trotzdem Blutegel einsetzen?

Antwort von Heike Berner-Walz

Guten Morgen Frau Lange,

vielen Dank für Ihre Anfrage.
Hier muss ich leider sagen, dass die Blutegeltherapie unter diesem Medikament nicht durchgeführt wird.
Die Abwehrreaktionen Ihres Körpers sind für diese Behandlung einfach zu sehr unterdrückt. Es würde zu Komplikationen kommen.

Ihnen alles Gute und vor allem gute Besserung!

Freundliche Grüße
Heike Berner-Walz

Frage von Mag.Helga Klement |

Mein Sohn leidet seit seinem letzten Triathlonbewerb (er verwendete diesmal ein Antitranspirant) unter beiden Achselhöhlen an Schweißdrüsenabszessen. Der Arzt verordnete Antibiotika, eine Salbe mit antibiot.Bestandteilen, Laser.
Meine Frage: kann man nach Abklingen der Symptome mit Blutegeln behandeln, um eine Wiederholung auszuschließen.
Ich selbst habe bei Abszessen die beste Erfahrung mit diesen Tierchen gemacht, könnte bei Schweißdrüsen aber vielleicht gefährlich sein ?

Antwort von Heike Berner-Walz

Liebe Frau Klement,

vielen Dank für Ihre Frage.
Wie Sie selbst schon gesagt haben, sind die Tiere bei der Behandlung von Abszessen ein Segen! Auch bei Schweißdrüsenabszessen können sie eingesetzt werden. Und hier würde ich sogar nicht einmal warten, bis die Symptome abgeklungen sind, sondern würde die Tiere hier gerade gezielt einsetzen, um die entzündungshemmende und schmerzstillende Funktion des Egel-Speichels und des Aderlasses zu nutzen. Ob die Blutegel prophylaktisch (d.h. vorbeugend) einzusetzen sind, das vermag ich nicht zu sagen.

Viele Grüße und Ihrem Sohn vor allem gute Besserung!

Heike Berner-Walz

Frage von Zawadzky-Krasnopolsky |

Mein Mann hat eine Thrombose in seiner rechten Kniekehle ca 2,5 Jahre - ich glaube es ist die tiefsitzende form - wird klassisch behandelt - können Blutegel diesen Thrombus auflösen ? Wenn ja wie oft sollte hier behandelt werden? In welchem Zeitabstand?? Oder gibt es auch eine Möglichkeit dies Stationär zu machen, denn wir wohnen nicht in Stuttgart - sondern München.

Danke hzk

Antwort von Heike Berner-Walz

Liebe Frau Zawadzky-Krasnopolsky,

vielen Dank für Ihre Frage.

Sobald die Behandlung von ärztlicher Seite her abgeschlossen ist, kann man bei ihm (sofern alle möglichen Gegenanzeigen auszuschließen sind) auf jeden Fall Blutegel ansetzen.
Ja, die Blutegel können Thromben auflösen. Natürlich ist die Lokalisation und die Größe des Thrombus ausschlaggebend, ob er gänzlich aufgelöst werden kann, oder nur zum Teil.
Da ich Ihren Mann nicht persönlich kenne, würde ich grob geschätzt etwa drei bis vier Sitzungen im Abstand von drei bis vier Wochen vorschlagen.
Bei mir gibt es die Möglichkeit bislang leider noch nicht. Ansonsten könnten Sie versuchen, naturheilkundlich orientierte Kliniken zu kontaktieren.

Ich hoffe Ihnen damit ein wenig weiter geholfen zu haben.

Alles Gute für Sie und natürlich auch Ihren Mann!

Frage von grünzel |

Hallo Frau Berner-Walz,

ich habe besenreiser und ein paar wenige venen, wo ich nicht genau weiss, ob das schon krampfadern sind. Wenn ich einen Termin bei Ihnen machen möchte, was kostet mich das und ab wann sind Termine bei Ihnen denn wieder möglich??

Liebe Grüsse.

Antwort von Heike Berner-Walz

Liebe Frau Grünzel,

vielen Dank für Ihre Frage.

Ich werde voraussichtlich im Oktober diesen Jahres meine Arbeit wieder aufnehmen. Wenn Sie aber schon früher Gewissheit haben möchten, ob die von Ihnen erwähnten Venen schon Krampfadern sind, oder das Potential dazu haben, können Sie sich vorab bei einem Phlebologen vorstellen. Dieser kann nebst Blickdiagnose und Symptomenabfrage bei Ihnen ggf. auch eine sogenannten Ultraschall-Doppler-Untersuchung durchführen.
Wenn Sie bereits schon Symptome haben sollten, wie z.B. müde, schwere, juckende Beine und/oder Spannungsgefühl, oder auch nächtliche Wadenkrämpfe, so liegt der Verdacht nahe.
Die Blutegelbehandlung hilft hier aber nicht nur, wenn "das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist", sondern auch schon vorbeugend. http://heilpraxis-blutegeltherapie.de/Krampfadern-behandeln.html
Über die Kosten können Sie sich hier informieren: http://heilpraxis-blutegeltherapie.de/Kosten.html
Wie ich auf meiner HP über die Besenreiser Behandlung schon geschrieben habe: "hier ist das Gelingen kosmetischer Verbesserungen durch die Blutegeltherapie nicht immer gewährleistet", ist es wichtig für Sie zu wissen,
dass o.g. Behandlung in den meisten Fällen nur leichte optische Verbesserungen mit sich bringt. Der "innere Nutzen" aber ist gewiss und wirkungsvoll! Wenn Ihr Hauptaugenmerk mehr auf der Verbesserung des Aussehens liegt, würde ich Ihnen daher lieber eine andere Behandlungsmethode empfehlen.

Ich hoffe, Ihnen damit ein wenig weiter geholfen zu haben.

Freundliche Grüße und vielleicht bis bald
Heike Berner-Walz

Frage von schuschnig sigrid |

Kann man die Blutegeltherapie auch bei Leistenbruch anwenden? Der Bruch wird nicht operiert. Wieviele Egel und wo werden diese angesetzt?

Antwort von Heike Berner-Walz

Liebe Frau Schuschnig,

vielen Dank für Ihre Frage.

Nein, bei einem Leistenbruch werden keine Blutegel eingesetzt. Es ist den Tieren nicht möglich, den Bruch im Leistenkanal zu verschließen, bzw. den Selbstheilungskräften des Körpers soweit Unterstützung zukommen zu lassen, dass sich der Bruch von selbst verschließen kann. Hier möchte ich Ihnen raten, den Bruch chirurgisch behandeln zu lassen, da die Gefahr besteht, dass ein Teil des Darms durch die enge Bruchstelle durchtreten und zu (lebens-)gefährlichen  Ein-, bzw. Abklemmungen führen kann, wobei der Darm dabei sogar absterben könnte.

Frage von Frau Ziemer |

Wie viele Behandlungen sind (wie oft) nötig? Und mit welchem Kosten müsste ich rechnen? Ich habe gar keine Vorstellung davon. Ich nehme an, dass es nicht mit einem einmaligen Ansetzen der Blutegel schon wirkt. Vielen Dank für Ihre Antwort.

Antwort von Heike Berner-Walz

Liebe Frau Ziemer,

vielen Dank für Ihre Frage.

Die Behandlungsintervalle hängen stark von dem Beschwerdebild des einzelnen Menschen ab. Bei einer Kniearthrose-Behandlung zum Beispiel können manchmal sogar auch schon zwei Sitzungen ausreichen.

Die derzeitigen Kosten können Sie hier erfahren: http://www.heilpraxis-blutegeltherapie.de/Kosten.html

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit meiner Antwort weiterhelfen. Wenn Sie weitere Fragen haben sollten, können Sie mich gerne via E Mail kontaktieren.

 

Freundliche Grüße

Heike Berner-Walz

Frage von Christiane Bartel |

Hallo!
Ich weiß nicht wenn sie in babypause sind ob sie mir trotzdem eine frage beantworten. Wo werden die Blutegel beim hoersturz angesetzt. Mein Mann hatte einen am linken ohr.wir während gerne zu ihnen und würde uns über eine Antwort freuen.

Antwort von Heike Berner-Walz

Hallo Frau Bartel,

vielen Dank für Ihre Frage.

Natürlich beantworte ich gerne Fragen trotz Babypause. Nur leider immer etwas zeitverzögert......

Beim Hörsturz gibt es am Nacken- und am Kopfbereich mehrere Stellen, wo die Egel angesetzt werden können.

Ich werde auf der Homepage rechtzeitig bekannt geben, wann ich wieder arbeiten werden. Schauen Sie einfach ab und zu auf www.heilpraxis-blutegeltherapie.de vorbei.


Freundliche Grüße

Heike Berner-Walz

Frage von Anna H |

Was für Gefahren entstehen, wenn man sich die Blutegel selbst ansetzt? Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass man da soviel falsch machen kann.

Antwort von Heike Berner-Walz

Vielen Dank für Ihre wertvolle Frage

Einer heilsamen Behandlung sollte stets das fundierte Wissen darüber vorangehen.
Sich einen Egel ansetzen kann sicherlich (fast) jeder. Aber damit ist es nicht getan....

das fängt schon beim Bezug der Tiere an. Woher stammen sie? Sind es Kultur- oder Wildegel? Wissen Sie um das Beißverhalten der Tiere und der Speichelzusammensetzung der unterschiedlichen Egelarten? Kennen Sie die (Reihenfolge) der Ansatzstellen? Ist Ihnen bekannt, ob  Hygiene-Richtlinien beim Züchter eingehalten wurden? Wissen Sie, wie man die Tiere zu hältern hat, ohne das Keimspektrum unnötig in die Höhe zu treiben und somit eine Infektionsgefahr für den Patienten zu provozieren? Wissen Sie, wann man Egel eher nicht und wann keinesfalls ansetzen darf? Wissen Sie, was man machen muss, wenn die Tiere nicht beißen wollen? Wissen Sie, dass sich Egel in die Wunde erbrechen können, wenn man sie falsch anfasst? Erkennen Sie die verschiedenen Stadien einer allergischen Reaktion, bzw. könnten Sie adäquat bei einem allergischen Schock reagieren? Kennen Sie die Qualitäten der Nachblutungen nach dem Abfallen der Egel? Wissen Sie, wie man mit den Nachblutungen und den offenen Bissstellen umzugehen hat? Kennen Sie die Reaktionen des menschlichen Körpers auf einen Egelbiss und wie man (therapeutisch) damit umzugehen hat, bzw. wissen Sie, ab wann Handlungsbedarf besteht?


Das oben genannte ist nur ein kleiner Teil davon, was man wissen sollte, wenn man die Blutegeltherapie gewissenhaft an sich und vor allem an anderen durchführen möchte.
Sie sehen also. Einen Egel ansetzen, mag vielleicht einfach sein. Das "Drumherum" allerdings bedarf Fachwissen!

Freundliche Grüße

Heike Berner-Walz

 

 

Hier ist noch der offizielle "Beipackzettel" für die Blutegel der Biebertaler Blutegelzucht:

Begleiterscheinungen / Nebenwirkungen

Quelle : Biebertaler Blutegelzucht

Sehr häufig (> 1/10)

  • ...kann ein lokaler Schmerz bis zu 5 Minuten auftreten, der sich wie ein kleiner Stich einer dünnen Kanüle, ein leichter Stromstoß oder das Brennen einer Brennnessel anfühlen kann.
  • ...können die Ränder der dreizackigen Biss-Wunde, verbunden mit leichtem Spannungsgefühl, anschwellen. Dies kann i.d.R. 12 - 48 Stunden anhalten.
  • ...kann ein lokaler Juckreiz einige Stunden nach der Egeltherapie für 2-3 Tage auftreten.
  • ...können rot-violette Verfärbungen der Bissränder, die später gelblich werden für bis zu 2 Wochen anhalten ( Hämatom = "blauer Fleck").
  • ...können die regionalen Lymphknoten anschwellen.

Häufig ( > 1 / 100 )

  • ...können stärkere Nachblutungen mit begleitendem Abfall des Hämoglobinwertes auftreten.
  • ...können eng lokalisierte Entzündungen mit teilweise papulösen Erhebungen der Bissstelle - begleitend mit Juckreiz - auftreten.
  • ...lokal begrenzte allergische und allergieähnliche Symptome auftreten.
  • ...kann ein mehrtätiges Anschwellen des Behandlungsareals bei Ansetzen an den Extremitäten (Beine, Arme) auftreten.

Gelegentlich ( > 1 / 1000 )

  • ...kann ein starker Blutdruckabfall (aufgrund Kreislaufdepression und vasovagaler Reaktion) auftreten.

Selten ( > 1 / 10000 )

  • ...können ausgeprägte lokale Entzündungen, z.B. Wundrose (Erysipel), Entzündungen der Lymphbahnen (Lymphangitiden) auftreten. Hier empfiehlt sich als Gegenmittel : Cephalosporine der 3. Generation, bzw. Gyrasehemmer.

Sehr selten (< 1 / 10000 )

  • ...kann eine Arthropodenreaktion auftreten.
  • ...kann eine systemische Infektion mit Sepsis, z.B. durch Sekundärinfektion der Wunde(verschiedene Erreger möglich) oder durch Primärinfektionen mit Aeromonas hydrophila oder Aeromonas veronii biovar sobria auftreten. Hier empfiehlt sich als Gegenmittel : begleitende Antibiose mit Cephalosporinen der 3. Generation bzw. Gyrasehemmern.
  • transfusionsbedingter Blutverlust.

Frage von Andree |

Treten Schmerzen bei der Blutegelthereapie auf, bzw. gibt es eine lokale Betäubung, falls Schmerzen entstehen?

Antwort von Heike Berner-Walz

Hallo

Es kann kurzfristig ein leichtes brennendes Gefühl an der Haut entstehen, wo die Egel angesetzt werden.
Da die Intensität des brennendes Gefühls aber nur sehr gering ist, wird dafür keine lokale Betäubung verwendet.

Viele Grüße

Heike Berner-Walz

Frage von Sarah Vicentini |

hallo!
Meine Mutter hat krampfadern an den beinen/Sprunggelenken. Jetzt die Frage,setzt man die Blutegel direkt an die ader,sticht man dort an oder nebendran? Vielen dank

Antwort von Heike Berner-Walz

Hallo Frau Vicentini

Vielen Dank für Ihre Nachricht.
Ich empfehle, dass sich Ihre Mutter bei einem erfahrenen Heilpraktiker vorstellen sollte, der die Blutegeltherapie anbietet. Tipps zur Selbstbehandlung gebe ich nicht, da zuviel Schaden dabei entstehen kann.
Ihnen und Ihrer Mutter alles Gute.

Viele Grüße

Heike Berner-Walz

Frage von Astrid Sautter |

In einem Fernsehbeitrag des NDR wurde berichtet, dass die Kosten der Blutegeltherapie jetzt auch von der gesetzliche BKK Krankenkasse in Berlin übernommen wird.

Übernimmt die AOK diese Kosten auch?

Antwort von Heike Berner-Walz

Nein, die AOK übernimmt aktuell die Kosten für die Blutegeltherapie leider noch nicht.

Aber wie dieser Bericht zeigt wird die Blutegeltherapie inzwischen immer besser anerkannt und somit hoffentlich auch nach und nach von weiteren Krankenkassen unterstützt.

Fragen Sie am besten bei Ihrer Krankenkasse an.

Frage von Speidel G. |

Machen Sie auch Hausbesuche?

Antwort von Heike Berner-Walz

Ja. In meinem Einzugsgebiet komme ich auch gerne zu Ihnen nach Hause. Die Kosten hierfür erfragen sie dann bitte bei mir.

Frage von Norbert |

Gibt es auch noch kurzfristiger Termine?

Antwort von Heike Berner-Walz

Mit etwas Glück kann auch noch kurzfristig ein abgesagter Termin freiwerden.

Frage von Andrea Schmitz |

Gibt es lange Wartezeiten für ein Beratungstermin ?

Antwort von Heike Berner-Walz

Nein. In der Regel bekommen Sie einen Termin innerhalb 1-2 Wochen nach Anfrage.

Frage von Johann Lohmann |

Vergeben Sie auch andere Termine außer an den genannten Praxisöffnungszeiten?

Antwort von Heike Berner-Walz

Nach Absprache wäre auch ein Termin außerhalb dieser Zeiten möglich.

Frage von Elisabeth Müller |

Kann man gebrauchte Blutegel in der Natur aussetzen, z.B. in einem Gartenteich?

Antwort von Heike Berner-Walz

Nein.
Der Grund dafür ist folgender: die mitteleuropäischen Blutegel sind fast ausgestorben und deshalb streng geschützt. Die Zucht- und Kulturegel aus dem Handel stammen von einer anderen Rasse ab als die deutschen Egel. Aus Artenschutzgründen, und um die bereits genannte Verbreitung von Krankheiten zu vermeiden, ist es gesetzlich verboten, Blutegel auszusetzen. In unseren Gewässern würden sie die heimische Population vertreiben, die unter Naturschutz steht und damit unseren einheimischen Egeln schaden. Das Genmaterial türkischer und gezüchteter Egel ist anders als das von unseren Egeln. Die Natur würde somit negativ manipuliert werden. Ob man den Therapieegeln mit dem Aussetzen einen großen Gefallen tut ist auch fraglich, denn sie benötigen anderes Gewässer, um Überleben zu können.

Frage von Reinhardt Franz |

Können Blutegel mehrmals gebraucht werden?

Antwort von Heike Berner-Walz

Blutegel könnten theoretisch, nach einer gewissen Hungerperiode, für den gleichen Patienten wieder verwendet werden. Die gebrauchten Egel auf Wunsch des Patienten diesem zur Aufbewahrung mit nachhause zu geben, bedeutet aber ein hohes persönliches Risiko für den Therapeuten. Sollten durch diese Blutegel andere zu Schaden kommen, könnte der Therapeut belangt werden, da er gebrauchte „Arzneimittel“ mit potentiellem Infektionsrisiko nicht der sicheren und ordnungsgemäßen Entsorgung zugeführt hat.

Deswegen biete ich diese Möglichkeit in meiner Praxis nicht an !

Frage von Anders Gerhard |

Wie werden die Tiere getötet?

Antwort von Heike Berner-Walz

Die Tiere kommen nach getaner Arbeit in ein geeignetes Gefäß und werden für 24 Stunden im Kühlschrank aufbewahrt. Dort wird für die wechselwarmen Tieren ein natürlicher Kälteeinbruch -wie er auch in der Natur vorkommen kann - simuliert und die Tiere fahren ihren Stoffwechsel so stark herunter, dass sie in eine Art Winterstarre fallen. Nach diesen 24 Stunden werden sie in die Tiefkühltruhe umgesetzt und sterben dort ihren leisen Tod.

Frage von Bauer Anton |

Was passiert heute mit den Egeln nach der Therapie?

Antwort von Heike Berner-Walz

Der größte Wehmutstropfen bei der Blutegeltherapie ist das Töten der Tiere nach Beendigung der Therapie am Patienten. Das ist in Anbetracht ihrer hohen Lebenserwartung von 20 Jahren und mehr recht tragisch. Emotional fällt es mir immer noch sehr schwer, meine Co-Therapeuten nach getaner Arbeit "auf die andere Seite zu befördern". Und gewiss auch manchen Patienten wird es schwer ums Herz sein, ihre hilfreichen „Heiler“ nach der Behandlung nicht mehr lange am Leben zu wissen….

Frage von Unger K. |

Warum wurden die Rentnerteiche abgeschafft?

Antwort von Heike Berner-Walz

Die Übertragung von infiziertem Patientenblut von frisch ausgesetzten Blutegeln auf andere Lebewesen ggf. auch auf den Menschen ist bei unkontrolliertem Aussetzen nicht sicher auszuschließen. Das Risiko, das potentiell infiziertes menschliches Blut in den Naturkreislauf gelangen könnte, ist für die Behörden unter arzneimittelrechtlichen Vorsorgegesichtspunkten nicht hinnehmbar.

Frage von Frau Zeidler |

Gibt es noch den „Rentnerteich“?

Antwort von Heike Berner-Walz

Nein.
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat im Rahmen der Einführung des Qualitätssicherungssystems für medizinische Blutegel zur human-therapeutischen Anwendung die Rücknahme der Blutegel in den Rentnerteich verboten. Die Überführung der Blutegel in den Rentnerteich musste am 31. August 2006 eingestellt werden.



Wichtige Information: aus familiären Gründen muss ich meine Praxis bis auf weiteres schließen.

Leider kann ich bis auf weiteres keine neuen Patienten mehr annehmen und auch keine Fragen beantworten.

Viele Grüße
Ihre Heike Berner-Walz