Behandlung bei Hämatomen / Blutergüssen


Wer kennt das nicht:
man bekommt beim (Fußball-, Handball-, etc.) Spiel das gegnerische Knie mit voller Wucht gegen das Bein oder die Flanke gerammt, prellt sich am Sportgerät, hat einen Fahrradunfall, stürzt beim Inlineskaten, rutscht im Schwimmbad aus oder bringt den oft belächelten "Pferdekuss" aus dem Reitstall mit nach Hause....
Man ist unglücklich ein paar Treppenstufen oder über einen Stein gestürzt, hat die Sprosse der Leiter verfehlt, zieht sich einen heftigen Stoß an der Kante des Tisches zu, rutscht im Schnee oder auf dem eben frisch gewischten Fußboden aus und landet unsanft auf dem Hosenboden....
Auch ein schwerer herabgestürzter Gegenstand auf dem Fuß, ein gequetschter Finger zwischen Tür und Rahmen oder eine vorangegangene OP (!) hinterlassen wie all die anderen Vorfälle stets ein schmerzhaftes Mal:

den  "blauen Fleck" !


Wie entsteht ein Bluterguss?

Dieser "blaue Fleck", der medizinisch Hämatom genannt wird, ist eine "geschlossene Wunde". Sie entsteht durch starke Druckausübung von außen, bei der getroffene Blutgefäße geschädigt werden . Dabei dringt Blut in das umliegende Gewebe ein. Das verletzte Gewebe und seine direkte Umgebung schwellen an und drücken auf benachbarte Sehnen,  Nerven, Muskeln oder die Knochenhaut und deren Schmerzrezeptoren. Der Bluterguss kann unterschiedlich tief sitzen und ausgebreitet sein. Dadurch variiert er in der Schmerzstärke.
Ein oberflächiges Hämatom ist schnell sichtbar, meist harmlos und bedarf i.d.R. keiner ärztlichen Behandlung. Es kann u.a. mit einer heparinhaltigen Salbe behandelt werden und klingt innerhalb weniger Tage ab.
Ein tiefsitzendes Hämatom hingegen macht sich äußerlich nicht immer sofort bemerkbar und dauert oft viele Wochen bis Monate, bis es verheilt ist.

 

Komplikationen eines Hämatoms
Es kann vorkommen, dass die Gewebedurchblutung sich vermindert, oder Sensibilitätsstörungen (wie z.B. Kribbel- und Taubheitsgefühl) und Lähmungserscheinungen auftreten.
Sitzt der Bluterguss sehr tief und löst sich nicht ganz auf, kann er sich abkapseln oder sogar entzünden. Befindet er sich in Gelenknähe, wird in diesen Fällen oft ein chirurgischer Eingriff vorgeschlagen, um die Gefahr der Gelenkzerstörung zu minimieren.

Diagnose
Die Vorgeschichte, der Anblick und die Beschwerden lassen in den allermeisten Fällen ein Hämatom ohne Probleme erkennen. Um sicher zu gehen, kann ein Arzt eine Ultraschalluntersuchung oder gegebenenfalls auch eine Computertomographie (CT) durchführen, um die Größe und Tiefe zu messen. Um einen Knochenbruch auszuschließen veranlasst er eine Röntgenaufnahme. Manchmal erfolgt auch eine Punktion.
Treten Blutergüsse leicht oder ohne wahrgenommene Prellung auf und man nimmt auch keine Medikamenten zur Blutverdünnung ein, muss möglicherweise eine Blutgerinnungsstörung in Betracht gezogen werden.

Reicht eine Punktion des betroffenen Gebietes nicht aus, oder hat sich das Hämatom bereits "verkapselt", führt man in der Schulmedizin in solchen Fällen eine Hämatomausräumung durch, bei der in Narkose der Bluterguss chirurgisch entfernt wird. Gegebenfalls kann es danach zu Nachblutungen kommen, die dadurch wiederum ein neues Hämatom hervorbringen.

Was leistet die Blutegelbehandlung bei einem Hämatom?

Die Blutegeltherapie kann hier sehr erfolgreich bei tief liegenden, stark schmerzhaften Blutergüssen eingesetzt werden, wo auch schon Beschwerden, wie z.B. Entzündungen, Nervendruckschädigungen oder Lähmungserscheinungen aufgetreten sind. Es gibt kein anderes bekanntes Verfahren neben der Blutegeltheapie, das es schafft, selbst größere Hämatome binnen ca. einer Woche zu beseitigen. Das hat auch die Sportmedizin mittlerweile für sich entdeckt und nutzt dieses Angebot immer häufiger.

Die Behandlung bei (großen) Blutergüssen schwächt den (akuten) Schmerz deutlich ab.
Die Blutegeltherapie reduziert durch den sanften Aderlass Schwellungen und kann damit auch ggf. bestehende neurologischen Beschwerden, wie Kribbel- und Taubheitsgefül oder Lähmungen beseitigen.
Sie verhilft wieder zu besserer Beweglichkeit.
Das abgekapselte Hämatom kann durch den lokalen Einsatz der Blutegel in seine flüssigen Bestandteile wieder überführt und ausgeleitet werden.
Eine Entzündungshemmung kann auftreten zum einen durch Bestandteile des Egelspeichels und zum anderen durch den lokalen Abzug des Blutes (Aderlass) mitsamt seinen Entzündungskomponenten.

Achtung: Patienten, die blutverdünnende Mittel einnehmen, oder "Bluter" sind, müssen bei einem frisch aufgetretenen Hämatom zeitnah zum Arzt!

 

 

 

Wichtige Information: aus familiären Gründen muss ich meine Praxis bis auf weiteres schließen.

Leider kann ich bis auf weiteres keine neuen Patienten mehr annehmen und auch keine Fragen beantworten.

Viele Grüße
Ihre Heike Berner-Walz